500 Euro pro Impfung?

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Heute hat die Welt einen Artikel Titels “500 Euro pro Impfung? So erreichen wir das skeptische Drittel” veröffentlicht. In Deutschland sind nun schon über 60% der Bevölkerung zwei Mal geimpft. Das reicht aus Sicht der RKI nicht. RKI will sein gesetzte Impfziel von 85% beziehungsweise 90% schaffen. Während Wissenschafler von Impfen abraten und auf die Zahlreiche Nebenwirkungen des Impfstoffes hinweisen, machen die Regierung über RKI und über verbrecherische Wissenschaftler wie Drosten mehr Nachdruck. Die Menschen, die sich selbst informieren, nachdenken und nicht den Main Stream Medien sowie der Massen mitlaufen, lassen sich nicht impfen. Nun soll absurde Methode – Geld oder Lottoschein eingeführt werden: „Über Prämien können sie dreimal so viele Menschen mobilisieren. Das RKI-Ziel einer Impfquote von 90 Prozent könnte dann dementsprechend schnell erreicht werden. In der jetzigen Pandemie-Phase gehe es vor allem darum, uninteressierte und bildungsferne Bürger anzusprechen – die können 500 Euro gut gebrauchen”. Der Angebot ist unmoralisch. Wer verkauft sein Leben bzw. seine Gesundheit für 500 Euro? Auch für 500 Millionen nicht! — Maosheng

Hier ist der Artikel:

Deutschlands Impfkampagne stockt schon seit Wochen. Unternehmen wie die Bahn und SAP experimentieren mit niedrigschwelligen Angeboten und einer Lotterie. Doch vielversprechender ist ein anderer Ansatz.

Die Impfkampagne in Deutschland stockt. Die Berliner S-Bahn präsentierte am Montag eine neue Idee: In einem umgebauten Spezial-Zug konnten sich zusteigende Pendler impfen lassen. Anmeldung: nicht nötig.

Der Andrang an den Haltestellen des Zuges war enorm. Teilweise quetschten sich die Impfwilligen zur Einstiegstür, manche mussten auf die nächste Runde der rollenden Impfstation warten. Solche Bilder überraschen, stehen doch vielerorts die Impfzentren in Möbelhäusern oder Einkaufszentren leer.

Seit Wochen schrumpft die Zahl der täglich verspritzten Impfungen. Im Berliner Sonderzug wurden innerhalb von drei Stunden alle 100 Dosen Johnson&Johnson unter die Fahrgäste gebracht.

Der Andrang macht hoffnungsvoll – wirft aber auch Fragen auf: Reichen die niedrigschwelligen Angebote in Deutschland noch aus? Oder braucht es neue Strategien, um die Impfquote wieder merkbar ansteigen zu lassen?

Derzeit sind 60,6 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern: Während Bremen den Spitzenplatz mit einer Impfquote von 70,7 Prozent einsam verteidigt, sind beim Schlusslicht Sachsen nur 51,8 Prozent vollständig geimpft.

Das vom RKI gesetzte Impfziel von 85 beziehungsweise 90 Prozent liegt noch in weiter Ferne. Bislang hält das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) aber an seiner Strategie fest: Niedrigschwellige Impfangebote seien besonders „erfolgversprechend“, so das Ministerium zu WELT.

Die Gefahr sogenannter Impfdurchbrüche in Altenheimen steigt – Bewohner stekcne sich trotz Impfung an

Darunter sind Impfungen zu verstehen, die zum Beispiel an öffentlichen Plätzen, Kirchen, Supermärkten oder Fußballstadien angeboten werden. Zudem setzt das BMG auf Aufklärung. Für den aktuellen Teil der Informations-Kampagne wurden mehr als 20 Millionen Euro investiert.

Verhaltensökonomin Nora Szech vom Karlsruher Institut für Technologie kritisiert die Strategie der Regierung: „Ein niedrigschwelliger Zugang zur Impfung hilft, aber das reicht nicht.“ Durch solche Angebote könne man zwar im Schnitt fünf Prozent mehr Menschen motivieren.

Effektiver sei jedoch eine andere Methode – Geld: „Über Prämien können sie dreimal so viele Menschen mobilisieren.“ Das RKI-Ziel einer Impfquote von 90 Prozent könnte dann dementsprechend schnell erreicht werden. In der jetzigen Pandemie-Phase gehe es vor allem darum, „uninteressierte und bildungsferne Bürger“ anzusprechen – „die können 500 Euro gut gebrauchen“, sagt Szech.

Egal ob Länder oder Arbeitgeber – wer die Prämien verteilt, sei zunächst zweitrangig. In den USA greifen Restaurantbetreiber oder Krankenhäuser bereits tief in die Taschen. Und auch in Deutschland locken Betriebe ihre Belegschaft mit Bonus-Prämien.

Der Regensburger Edeka-Kaufmann Raphael Dirnberger etwa belohnt jeden seiner voll geimpften Mitarbeiter mit 200 Euro. Fast alle seiner 170 Beschäftigten machten bisher mit. „Selbst Angestellte, die vorher skeptisch waren, haben sich impfen lassen“, sagt Dirnberger, „ich habe viel positives Feedback bekommen“.

Auch unternehmerisch sei das ein Erfolg: „Wir werden weniger Arbeitsausfälle aufgrund von Krankenständen oder Quarantäne verzeichnen.“

Auch kreativ wurde das IT-Unternehmen SAP: Für jede Zweitimpfung konnten sich Mitarbeiter ein Los sichern – zu gewinnen gab es Freikarten beim lokalen Bundesliga-Verein TSG Hoffenheim.

Der Lotterieanbieter Lotto24 dürfte im Impfanreiz die meisten übertreffen: Der Betreiber gründete die erste deutsche privatwirtschaftlich organisierte Impf-Lotterie, das Vorbild kommt aus Amerika. Impfwilligen winken Gewinne von bis zu 250.000 Euro.

Verhaltensökonomin Szech begrüßt die Ideen der Unternehmen. Und auch der „Impfzug“ der Berliner S-Bahn habe gezeigt, dass neue Strategien das Impfgeschehen neu dynamisieren können. Dennoch dürfe man sich nicht täuschen lassen: „Auch solche Aktionen kosten Geld, zudem ist der Aufwand meistens sehr groß“. Szech hält deshalb Prämien für den effektivsten Weg.

Das Ifo-Institut berechnet den „sozialen Wert“ der Impfung auf 1500 Euro. Je mehr Menschen geimpft sind, desto besser könne man Schulen und die Wirtschaft geöffnet halten.

„Bei einer ausgezahlten Prämie von 500 Euro sparen Geimpfte der Gesellschaft also immer noch 1000 Euro“, rechnet Szech vor. Einer neuer Schwung der Impfkampagne ist nötig, denn bis zum angestrebten Impfziel fehlen noch fast 30 Prozent.

Link zum Artikel:

500 Euro pro Impfung? So erreichen wir das skeptische Drittel – WELT

https://www.welt.de/wirtschaft/article233522634/500-Euro-pro-Impfung-So-erreichen-wir-das-skeptische-Drittel.html

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